DOREA will auf Wachstumskurs bleiben

Pro Jahr soll das Unternehmen um rund 1.600 Betten zulegen. Neben der Übernahme bestehender Einrichtungen sind sieben Neubauten geplant.

Vor gut einem halben Jahr verkündete die französische Group Maison de Famille (MDF) ihren Einstieg bei DOREAFAMILIE. Am strategischen Kurs des Unternehmens hat sich seitdem nicht viel geändert. Das erläuterte Dorea-Chef Axel Hölzer jetzt im Gespräch mit CARE Invest.

"Das entspricht der Philosophie unseres neuen Eigentümers", sagte Hölzer. MDF, zu der neben Dorea in Deutschland auch Betreiberketten in Frankreich, Italien und Spanien gehörten, lasse den Verantwortlichen in den jeweiligen Ländern viel Entscheidungsspielraum.

"Darum können wir auch an unserer Wachstumsstrategie festhalten", so der Dorea-Chef. Durch die Spezialisierung auf die Akquise kleiner und mittlerer Einheiten fliege die 2015 gegründete Dorea immer "etwas unter dem Radar der großen Konzerne". Derzeit gehören 69 stationäre Einrichtungen mit über 6.500 Betten sowie neun ambulante Pflegedienste mit 1200 Patienten zum Portfolio. Jedes Jahr sollen im Schnitt 1.600 weitere Plätze durch Übernahmen hinzukommen.

Aktuell ist Dorea jedoch auch an der Realisierung von sieben Neubauten beteiligt, die bis Ende 2021 eröffnet werden sollen. "Jeder davon soll über 120 Plätze verfügen", erläutert Hölzer. "Je davon 80 für stationäre Pflege und 40 für Betreutes Wohnen." Noch in diesem Jahr wird das erste Haus in Dietzenbach eröffnen.

Hintergrund: Dorea Familie erwartet nach eigenen Angaben im laufenden Geschäftsjahr einen Umsatz von rund 230 Mio. Euro und beschäftigt 4.750 Mitarbeiter.