Das neue und wesentlich größere Außengehege für unsere westafrikanischen Zwergziegen ist seit Freitag fertig. Weil Ziegen geschickte Kletterer sind, wurde ein besonderer Wert auf einen stabilen Zaun gelegt.

Das Gehege erkunden unsere Ziegen nun täglich. Denn Ziegen bewegen sich gerne. Auch suchen sie sich hier ihr Futter selbst. Bekanntlich lieben ja Ziegen alles, was so im Garten wächst. Bäume sowie Sträucher leiden aber unter dem dauerhaften Verbiss. Deshalb öffnen wir das Gehege mit Bedacht. Damit erhalten wir die schöne Vegetation in dem neuen Gebiet. Auch ist das Gehege so angelegt ist, dass Besucher auf den Wegen nicht bis an den Zaun geführt werden. Das sorgt bei den Tieren für Entspannung. Zum Streicheln und Füttern kommen unsere neugierigen und verschmusten tierischen Mitbewohner in den bisherigen Außenbereich ihres Geheges.

Ziegen sind sehr intelligente Tiere, lernfähig und anhänglich. Schnell werden sie zahm und suchen sich menschliche Bezugspersonen, wie unseren Haustechniker. Sie genießen die Aufmerksamkeit, die sie von den Bewohner*innen und anderen Besucher*innen bekommen. Gleichzeitig bietet der jetzt große Freiraum genügend Platz für den Auslauf der Tiere.

Zwergziegen sind Herdentiere, weshalb mindestens zwei der schönen Tiere zusammen gehalten werden. Unsere Beiden sind Geschwister, die als kleine Zicklein vor gut 12 Jahren hier in den Garten der Villa Grüntal eingezogen sind. Seitdem erfreuen sie uns jeden Tag.

Dabei sind sie mehr als ein Hobby. Die Beschäftigung mit den Ziegen wird auch zur tiergestützten Therapie eingesetzt. Ziegen sind hochsensibel und spüren direkt die Gefühle der Menschen. Dadurch haben sie einen guten Zugang zum Menschen. Sie fungieren sozusagen als Eisbrecher und wecken Emotionen. Es geht darum, das weiche Fell zu spüren, sie zu streicheln und sie zu füttern. Durch die tiergestützte Therapie erreichen wir eine Verbesserung der Lebensqualität unserer Bewohner*innen.