Am Dienstag ist mir ein kleines Missgeschick passiert. Nach dem Händewaschen habe ich mir die Hände desinfiziert und mir danach am Auge etwas störendes entfernt. Habe aber nicht daran gedacht, dass ich noch Desinfektionsmittel an der Hand habe. So kam es, dass mein Auge anfing zu tränen, anschwoll und anfing zu schmerzen. Sehen ging mit dem Auge nicht mehr. Meinen Kollegen fiel dies sofort auf und gleich mehrere kümmerten sich um mich. Nach einem Anruf beim Augenarzt für ich über die Apotheke, in der ich mir die entsprechende Salbe besorgte, wie vom Arzt angeordnet nach Hause und pflegte mein Auge. Besonders schlimm war, dass ich nicht richtig sehen konnte. Gott sei Dank aber besserte sich das Auge im Laufe bis zum nächsten Morgen, sodass ich am Mittwoch wieder im Dienst war.

Warum teile ich dieses Ereignis mit Ihnen?

Wenn man nicht mehr richtig sehen kann fängt man an, seine anderen Sinne zu benutzen. Hören ist dabei ein ganz wichtiger. Ich konnte meine Kollegen zwar nicht mehr richtig sehen, aber ich konnte sie hören. Ihre Fürsorge für mich so wahrnehmen. Sollten wir nicht alle versuchen einander besser zuzuhören?

Wenn man nicht mehr richtig sehen kann fängt man, sich Bilder auf andere Art und Weise zu verschaffen. Auch mit dem Herzen sieht man gut, wenn nicht sogar besser. Mit meinem Herzen „sah“ ich die Fürsorge meiner Kollegen.

Probieren Sie es einmal aus. Schließen Sie Ihre Augen, hören Sie genau hin was um Sie herum passiert, öffnen Sie Ihr Herz und schauen Sie auf das was wichtig ist. Nehmen Sie sich dabei einmal selbst in die Mitte und denken dabei einmal an sich.

Wie geht es Ihnen damit? Was sehen Sie?

Es grüßt Sie herzlichst Ihr

Martin Matthews

Einrichtungsleiter